Spielwiesn 2018 – Die 5 Level des Spiele-Paradieses

Ich liebe die große Spielemesse in München!

 

Ich weiß, ich weiß … Das sage ich jedes Jahr. Aber es ist nun mal so!

Vielleicht werdet ihr euch fragen: Gibt’s da überhaupt noch etwas Neues zu berichten?

Und ich würde antworten: Aber klar doch!

 

In diesem Bericht erwartet euch: Eine bessere Parkplatzsituation, geänderte Öffnungszeiten, größere Ausstellungsflächen und natürlich viele, viele neue Spiele!

Außerdem gibt es eine große Neuigkeit für alle Fans meiner historischen Krimidinner-Reihe.

Ihr dürft also gespannt sein.

 

Und los geht es:

 

1. Level – Die Ankunft

Dieses Jahr war ich das erste Mal Freitags auf dem Messegelände.

Wieso?

Weil die Lange Nacht der Spiele, an der die Messe bis 23 Uhr geöffnet ist, von Samstag auf Freitag verlegt wurde. So sollte die Besuchersituation ein wenig zu entspannt werden. Am Samstag war die Halle nämlich immer gerappelt voll und es war schwierig überhaupt noch irgendwo einen Tisch zum Spielen zu erobern.

Wie viele Wiederholungstäter war auch ich ein wenig skeptisch, ob die Verlegung der Spielenacht eine gute Idee ist.

Immerhin öffnet die Messe erst um 13 Uhr, nicht wie am Samstag um 10 Uhr und so hat man insgesamt ein paar Stunden weniger Zeit sich den Spielen zu widmen.

Noch schlimmer ist es für die, die freitags noch lange arbeiten müssen und vielleicht erst abends loslegen können.

Ich war aber bereit, es auf einen Versuch ankommen zu lassen.

 

So waren ich und meine Spielgruppe kurz nach Messeeröffnung schon in der Halle.

Das ging, denn wir hatten (anders als in den Jahren zuvor) problemlos einen Platz im Parkhaus bekommen und waren so ungewöhnlich schnell auf dem Messegelände.

 

2. Level – Der Rundgang

Zunächst drehten wir unsere übliche Runde über die Messe. Dabei stellte ich erstaunt fest, dass die Ausstellungsfläche gewachsen war. Ein Teil der Halle 2 war zur früheren Fläche in der Halle 3 hinzugekommen.

Wer sich das genau anschauen will, kann mal hier einen Blick auf den Hallenplan werfen.

Neben neuen Spielflächen und Essensständen wurde der zusätzliche Platz auch für eine eigene Kinder-Spielothek genutzt. Hier gibt es nun – anders als an der Hauptspielothek – nur Kinderspiele. Eine tolle Idee und gerade für Familien ist der Besuch so sicher noch entspannter!

Das Gelände war viele leerer, als ich es von meinen vergangen Besuchen gewohnt war. Wir konnten uns ohne Gedränge und Geschubse die vielen Spielestände ansehen. Sogar auf dem Flohmarkt – wo es gebrauchte Spiel zu kaufen gibt – war es nicht ganz so voll wie sonst.

 

Ein paar Spiele weckten gleich beim Hindurchschlendern mein Interesse:

 

Discover – Zu unentdeckten Landen: Verlockend, aber noch bin ich skeptisch.

 

Zum einen natürlich der Messehingucker – Discover: Zu unentdeckten Landen.

Das Spiel an dem niemand vorbeikam, weil es an jedem Stand und gefühlt auf jedem zweiten Poster zu sehen war.

Die Grundidee klingt klasse: Man wacht an einem Stand auf, weiß nicht, wo man sich befindet und muss das unbekannte Gelände um sich herum entdecken. Auch dass es verschiedene Zusammenstellungen des Packungsinhaltes mit unterschiedlichen Geländen zum Erforschen gibt, finde ich super.

Allerdings bin ich wie bei Büchern bei zu gehypten Spielen immer etwas vorsichtig. Und so wanderte Discover erst mal auf meine Wunschliste und wurde nicht direkt gekauft.

 

Nyctophobia – Die Gejagten: Klingt wunderbar unheimlich!

Vom Spielprinzip auch total spannend fand ich Nyctophobia – Die Gejagten.

Dabei müssen die Spieler einem Killer in einem stockfinsteren Wald entkommen. Das Besondere dabei: Es wird blind gespielt!

Die Spieler müssen sich also auf ihren Tastsinn und aufeinander verlassen.

Klingt total cool. Leider konnten wir es nicht Probespielen, deshalb durfte es auch noch nicht mit zu mir nach Hause.

 

Die Katakomben des Grauens: Zweimal EXIT-Spaß in in einem!

Der neue zweiteilige Exitroom Die Katakomben des Grauens ist natürlich auch etwas für mich. Wie in allen Exitroom-Spielen geht es darum, gemeinsam innerhalb einer bestimmten Zeit durch Rätsellösen dem sicheren Tod zu entkommen.

Allerdings liegt noch ein anderer ungespielter Fall Zuhause, der erst mal Vorrang hat.

 

Mythos Tales: Auch mit einem Schuss Horror.
Chronicals of Crime: Ermittlungsspiele, voll im Trend!

 

Außerdem liebe ich ja Ermittlungsspiele. Deshalb ist das neue Detective -Spiel vom Pegasus Verlag natürlich auch etwas für mich. Und nicht nur das. Spiele in denen gemeinsam Kriminalfälle gelöst werden müssen stehen momentan offenbar hoch im Kurs. Ein ähnliches Prinzip haben auch Chronicals of Crime und Mythos Tales – dieses allerdings im Horrorstyle des H.P. Lovecraft..

Nach längerem Überlegen und Vergleichen haben wir in unserer Spielgruppe beschlossen es zunächst mal mit ‚Detective‘ zu versuchen und haben uns das Spiel gemeinsam gekauft.

Die anderen beiden finde ich aber auch sehr interessant.

 

This war of Mine: Wooohoo!

Und dann war da natürlich noch das Spiel, bei dem es mich besonders in den Fingern gejuckt hat: This war of MineDas Brettspiel zum gleichnamigen PC Spiel.

Ich spiele nicht viel am PC, aber dieses Spiel hat mich stundenlang vor den Bildschirm gefesselt.

Daraus ein Brettspiel machen? Ich bin begeistert!

Warum?

Das Szenario ist düster und bedrückend. Es geht darum, als Zivilist in einem Kriegsgebiet zu überleben. Indem man sich mit anderen Spielern zusammenschließt, mit dem was man hat improvisiert und zerstörte Häuser plündert, versucht man Kälte, Hunger, Krankheiten und Angst zu entkommen.

Wenn diese Atmosphäre und Story gut umgesetzt ist, muss es ein großartiges Spiel sein.

Definitiv auf meiner Wunschliste!

 

3. Level – Das Testspielen

Die erste Spielrunde war für uns diesmal an einem der Verlagsstände. Der Verlag des inzwischen sehr bekannten TAC Spiel präsentierte dort seine Neuheit, das rasante Sammelspiel Shabono.

 

Shabono: Super unterhaltsam!

Dabei spielen die Spieler Urwaldbewohner, die von ihrem Schamanen die Aufgabe bekommen bestimmte Tiere zu sammeln. Dafür werden verschiedene Tierkärtchen in eine große Röhre gesteckt (die übrigens gleichzeitig die Verpackung des Spiel ist, was ich sehr cool finde!) Und dann auf den Tisch geschüttet. Die Spieler beginnen gleichzeitig die Tiere zu sammeln, die auf ihrer Karte angegeben sind. Dabei darf immer nur eine Hand benutzt werden. Besondere Zusatztiere die Sonderregeln ins Geschehen bringen, machen das Spiel abwechslungsreich.

Ein schönes Spiel, das sich wie ich glaube, besonders gut als Familienspiel eignet.

 

Für die nächste Spielrunde fanden wir leicht einen schönen Platz. Sogar nah wie noch nie am Herz der Spielwiesen, ihrer Spielothek. Dort kann man sich nach Lust und Laune Spiele ausleihen. Ein Traum für jeden Spielefan!

Als erstes liehen wir uns Imaginarium – Die Traumfabrik aus.

Imaginarium – Die Traumfabrik: Nett, aber nicht ganz überzeugend.

 

Es geht darum, in einer Fabrik die richtigen Bauteile zu verbinden und genug Rohstoffe zu sammeln um die besten Träume zu produzieren.

Anders als von mir erwartet stellte sich Imaginarium nicht als kreatives, sondern als strategisches Spiel heraus. Sehr gut gefallen hat mir das schöne Spielmaterial, besonders die liebevoll gestalteten Figuren.

Interessante Idee, mit ein paar netten Spielereien, aber insgesamt nicht ganz meins.

Unser Spieltisch. Etwas knapp für das viele Material.

 

Nach einer Essenspause in der wir uns durch die verschiedenen Food-Stände der Messe futterten, zogen wir mit einem neuen Spiel in die oberen Spielflächen um. Unten in der Halle war es inzwischen voller geworden und oben hat man immer mehr seine Ruhe.

In unserer dritten und letzten Spielrunde widmeten wir uns Word Slam – Midnight der weniger jugendfreien Version des Familienspiels Word Slam.

Word Slam – Midnight: Ein riesen Spaß!

Das Spiel wird in zwei Teams gespielt. Jedes Team hat die Aufgabe das gleiche Wort zu erraten. Der jeweilige Teamleiter muss diesen Begriff mithilfe von stapelweise anderen Worten erklären, ohne dabei zu sprechen.

Durch verschiedene Schwierigkeitsgrade kann man schön variieren.

Unheimlich lustiges Spiel, das ohne lange Anleitung auskommt. Genau das Richtige für den Abschluss eines tollen Abends.

 

4. Level – Der Einkauf

Der Abend war inzwischen weit fortgeschritten und so ging es auf Einkaufstour.

Hier nun also die Spiele für euch, die es in unsere Einkaufstasche geschafft haben:

Wie bereits oben erwähnt, habe ich mir zusammen mit meiner Spielgruppe das Ermittlungsspiel Detectiv gekauft. Da ich es nicht mit nach Hause genommen habe, kann ich euch leider kein Bild zeigen.

Gleiches gilt für Charterstone aus dem Feuerland Verlag.

In diesem nicht-kooperativen Legacy-Spiel teilen sich die Spieler ein Dorf in dem sie immer mehr Gebäude in Form von Aufklebern permanent auf dem Spielfeld fixieren. Außerdem gibt es eine sich über 12 Runden hinziehende Story-Kampagne, die auch immer neues Material ins Spiel bringt.

 

Estrella Drive: Neuer T.I.M.E.s Fall, diesmal nicht jugendfrei!

Außerdem durfte eine neue Erweiterung für unser T.I.M.E Stories Spiel einziehen. In der nicht jugendfreien Estrella Drive Geschichte geht es für die Zeitagenten ins Jahr 1982 ins kalifornische Showbusiness.

 

Outlive: Postapokalyptisch, genau das richtige für mich.

Auch Outlive durfte sich ein Plätzchen in unserem Spielezimmer sichern.

In dem postapokalyptischen Spiel geht es darum, sich gegen andere Überlebende durchzusetzen und so dem Tod in der zerstörten Welt zu entkommen.

Wir haben uns aufgrund des coolen Settings für das Spiel entschieden. Mal sehen ob es hält, was es verspricht!

 

Niagara: Ein echter Klassiker.

Auf dem Flohmarkt haben wir außerdem das Spiel des Jahres 2005 Niagara eingepackt. Diesen Spieleklassiker habe ich noch nie gespielt. Es sieht aber schon wegen des coolen Spielplanaufbaus spannend aus.

 

Shadows – Amsterdam: Wunderschönes Spielmaterial! Ich liebe so etwas!

Und zu guter Letzt kann ich euch noch meinen Spontankauf Shadows – Amsterdam vorstellen. Eigentlich war die Einkaufstour schon beendet, als ich das Spiel aufgebaut auf einem der Tische sah. Ihr wisst, ich kann wunderschönen Bildkarten nicht widerstehen … Noch dazu stand auf der Verpackung, dass es sich um ein kommunikatives Spiel handelt. Da konnte ich einfach nicht nein sagen.

Das Spiel ist inzwischen sogar schon ausprobiert und hat sich bewährt. Eine klasse Mischung aus Dixit, Mysterium und Codenames!

 

5. Level – Der Besuch

Zum Abschluss der Messe besuchte ich meinen Verlag an seinem Messestand.

Ich hatte zwar schon vorher kurz beim Samhain vorbeigeschaut, jetzt wollten wir uns aber noch kurz Zeit nehmen um über meine historische Krimidinner-Reihe zu sprechen, die ich hier veröffentliche.

Deshalb kann ich nun verkünden:

Mein zweiter Krimidinnerfall – Die Nacht des Wahnsinns – ist in der Produktion!

Hier ist es: Das Cover zu ‚Die Nacht des Wahnsinns‘!

Diesmal entführe ich euch aufs bayrische Schrobenhausener Land ins Jahr 1922 wo ihr im Fall des mysteriösen Sechsfachmordes von Hinterkaifeck ermitteln dürft.

Sobald ihr das Dinner bestellen könnt erfahrt ihr das natürlich hier bei mir!

 

Der Ripper und ich.

 

Fazit:

Die Spielwiesn 2018 war für mich ein voller Erfolg!

Von organisatorischer Seite fand ich die Verlegung der ‚Langen Nacht der Spiele‘, wie auch die Erweiterung der Ausstellerfläche hervorragend. Es war einfach ein Stück entspannter als früher.

Allerdings kann ich mir kein vollständiges Urteil erlauben, weil ich nicht den direkten Vergleich zum Messesamstag miterlebt habe.

Für mich selbst habe ich viele spannende neue Spiele entdeckt. Das Spielejahr 2019 kann also kommen!

Und aus Sicht meines Autorenlebens ist die baldige Fertigstellung meines neuen Krimidinners ‚Die Nacht des Wahnsinns‘ natürlich ein toller weiterer Schritt.

 

Eure Sabrina

 

 

 

 

 

 

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