Spielwiesn 2017 – Sabrina im Spiele-Wunderland

Ihr wisste ja, die Spielwiesn in München ist für mich als großer Spielefan jedes Jahr eines meiner Highlights.

Doch dieses Jahr war sogar noch etwas besonderer als sonst.

Warum?

Das erfahrt ihr hier in meinem kleinen Messebericht:

 

Begonnen hat der Tag leider ziemlich unspektakulär mit einer langen und nervenaufreibenden Suche nach einem Parkplatz.

Rückblick: Bei unseren bisherigen Besuchen der Spielwiesn hatten wir noch nie ein Parkproblem. Wir fanden immer entweder im Parkhaus oder gegenüber beim großen Parkplatz der Foodmesse ein Plätzchen.

Dieses Jahr konnten wir stattdessen erst in einem weit entfernten Wohngebiet und nach halbstündiger Suche einen Stellplatz ergattern.

Ich hoffe das wird im nächsten Jahr wieder besser.

 

Als wir es endlich auf die Spielwiese geschafft hatten, war der Anreisestress schnell vergessen. Auch dieses Jahr war ich wieder mit einer Gruppe Freunde unterwegs und am Samstag zur ‚Langen Nacht der Spiele‘ angereist. Für diejenigen unter euch, die noch nicht dabei waren: An diesem Messetag hat die Spielwiesn bis 23 Uhr geöffnet.

Während meine Freunde bereits die Messe erkundeten, führte mein erster Weg zum Stand des Samhain Verlags. Das hatte einen ganz bestimmten Grund.

Der Samhain Verlag verkauft nicht nur Spiele, sondern verlegt auch Krimidinner.

Vor zwei Jahren bin ich auf der Spielwiesn mit dem Verlagsleiter ins Gespräch gekommen und habe ihm meine eigenen Krimidinner angeboten.

Dieses Jahr war es so weit: Mein historisches Jack the Ripper Krimidinner Der Herbst des Schreckens lag fertig auf dem Verlagsstand.

‚Der Herbst des Schreckens‘ am Stand des Samhain Verlags!

 

Der Weg dorthin war nicht gerade einfach und so freute ich mich ungemein, dass es nun endlich soweit war und ich meinen Fall das erste mal in Händen halten durfte.

Ich und mein Krimidinner – glücklich.

 

Der Herbst des Schreckens‘ wurde von der Druckerei direkt auf die Spielwiesn geliefert und füllte dort ein ganzes Regal.

Ein Regal voller Ripper!

 

Und sogar ein großes Poster wies auf meinen Fall hin.

Ein Poster für meinen Fall! Wahnsinn!

 

Mit den Verlagsmitarbeitern feierte ich unseren Erfolg und wir sprachen bereits über das neue Projekt, das vermutlich den Titel ‚Die Nacht des Wahnsinns‘ tragen wird. Es gab einiges zu besprechen, was gar nicht so einfach war, denn der Stand war gut besucht. Zum krönenden Abschluss durfte ich einem Kunden sogar noch das frisch gekaufte Exemplar von ‚Der Herbst des Schreckens‘ signieren.

 

Nach diesem geschäftlichen Teil des Tages ging nun endlich auch für mich der große Spielspaß los. Zunächst erkundete ich wie jedes Jahr in einem großen Rundgang die Messe. Neue und alte Stände und viele verschiedene Spiele wurden bewundert. Die interessantesten notierten wir uns, um sie später probezuspielen.

Denn nach diesem Rundgang begann das große Spielen.

Das absolut Beste an der Spielwiesn ist nämlich die große ‚Spielothek‘ und die vielen Spielflächen. Als Besucher kann man dort gegen einen Pfand Spiele ausleihen und ausprobieren. Ein einfach großartiges Angebot, das die Kaufentscheidung am Ende des Messebesuchs enorm erleichtert!

In den letzten Jahren war es oft schwierig einen Spieltisch zu ergattern. Dieses Jahr haben die Veranstalter ordentlich vorgesorgt und neue Spielflächen erschlossen.

Großes Dankeschön an dieser Stelle!

 

Hier mal ein kleiner Eindruck von den trotzdem gut gefüllten Spielehallen:

 

Denn so gelang es uns recht schnell einen Tisch zu finden und mit unserer munteren Spielrunde zu beginnen.

Wir waren es schon gewohnt, dass die Spiele die wir eigentlich ausleihen wollten schwer zu bekommen waren. Doch die super netten und kompetenten Mitarbeiter der ‚Spielothek‘ finden immer ein passendes Spiel für Geschmack und Personenanzahl der Gruppe.

Wir begannen mit dem lustigen Spiel Targets. Dabei werden Würfel über den Tisch geschnipst in der Hoffnung bestimmte Zielscheiben zu treffen oder die Würfeltürme der Mitspieler umzuwerfen. Ein nettes Spiel für zwischendurch, mit dem sicher Jeder ein paar amüsante Runden verbringen kann.

Weiter ging es mit Cortex, einem Denk- und Quizspiel bei dem verschiedene Gehirnareale beansprucht werden sollen. Tatsächlich musste man sich ziemlich konzentrieren und die Aufgaben waren recht kreativ.

Wirklich überzeugt hat uns das Spiel dann aber leider nicht. Alleine schon weil keiner von uns auf den ‚plastischen‘ Karten, die für die sogenannten ‚Tast-Herausforderungen‘ benötigt werden irgendeine Art Erhebung ertasten konnte. Vielleicht haben wir aber auch Irgendetwas falsch gemacht.

The Brain Game ‚Cortex‘.

 

Als echte Krimi- und Ratefans wollten wir uns nun an Crime Master versuchen. Das Spielprinzip ist echt ähnlich zu den bekannten ‚Blackstories‘, nur dass es für jeden Fall noch zusätzlich eine Karte mit einigen Indizien gibt.

Doch auch hier waren wir nach dem ersten Fall nicht ganz überzeugt. Möglicherweise lag es an dem speziellem Fall, den wir zufällig ausgewählt hatten. Jedenfalls schien er uns recht konstruiert und kaum mit den gegebenen Indizien zu lösen.

Crime Master – 25 rätzelhafte Kriminalfälle.

 

Wir legten eine kleine Pause ein. Da es bereits Abend war nutzen wir die Gelegenheit, um uns durch die zahlreichen Speise- und Getränkestände zu futtern.

Dann ging es weiter mit Citadels. Das Spiel beruht auf dem beliebten ‚Ohne Furcht und Adel‘. Da ich dieses sehr gerne spiele und für seinen hohen Wiederspielwert schätze, sind wir um diesem Nachfolger natürlich nicht vorbeigekommen. Wer ‚Ohne Furcht und Adel‘ kennt, wird einiges in ‚Citadels‘ wiederfinden. Allerdings gibt es zahlreiche neue Charaktere und Gebäude. Leider zog sich die erste Spielrunde so lange, dass wir sie nach über einer Stunde schließlich abgebrochen haben. Das lag vor allem daran, das wir mit sechs Personen spielten und das Durchlesen der Karten sehr viel Zeit beanspruchte.

Ich würde ‚Citadels‘ aber jederzeit eine zweite Chance einräumen!

Citadels – Mittelalterliche Städte, Adelige und Intrigen.

 

Unseren Spieleabschluss bildete QueenDomino der etwas taktischeren Variante von ‚KingDomino‘, das dieses Jahr den Titel ‚Spiel des Jahres‘ abräumen konnte. Das Spiel ist, wie der Name schon sagt, eine eine Mischung aus Domino und einem Aufbauspiel. Das grundsätzliche Spielprinzip ist relativ simpel, durch verschiedene Gebäude wird es allerdings zu einem taktischen Spaß.

QueenDomino‘ hat uns sehr gut gefallen, mich persönlich aber noch nicht ganz zu Kauf motiviert.

QueenDomino – Ein Ableger vom Spiel des Jahres!

 

Um kurz vor 22 Uhr begannen wir mit unserer Einkaufsrunde. Dabei schaute ich auch nochmal bei Samhain vorbei, um mich zu verabschieden und entdeckte dabei diese interessanten Spielcomics. Für mich als Sherlock Holmes-Fan sehr interessant! Vielleicht gibt es einen davon zu Weihnachten:

Spiel-Comic klingt ziemlich interessant, oder?

 

Ebenfalls beim Samhain-Stand mitgenommen habe ich:

Den neuen Krimisnack Dreckige Whiskysuppe:

Ein Krimisnack ist die Kurzversion eines Krimidinners.

 

Die neue Dixit-Erweiterung Harmonies:

Dixit ist eins meiner Lieblingsspiele. Ich habe alle Erweiterungen!

 

Das wunderschöne kreative Erzählspiel When I Dream:

Ist es nicht unheimlich schön?

 

Und *Schnappatmung* Pandemic Legacy Season 2:

Season 1 hat mich voll überzeugt. Ich freue mich unheimlich auf diese Fortsetzung!

 

Ebenfalls in unsere WG eingezogen ist 5 Minute Dungeon, was wir inzwischen testgespielt haben. Ein absoluter Spielspaß! Sehr zu empfehlen!

Wahre Helden gegen die Zeit – Kooperativ, chaotisch, witzig!

 

Sowie zwei neue Spiele der Exit Room-Reihe, an der wir momentan sehr viel Spaß haben.

Pro Karton jeweils eine Stunde Rätzsspaß.

 

Das war es von mir. Der Messebericht ist doch nicht so ‚klein‘ geworden, wie gedacht.

Jetzt seid ihr dran: Kennt ihr welche von den erwähnten Spielen? Wenn ja, wie findet ihr sie?

 

Ich bin gespannt auf eure Meinung und freue mich schon unheimlich aufs nächste Jahr!

 

Eure Sabrina

 

 

 

 

 

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