LBM 2018 – Ein Abenteuer zwischen Buch und Schnee – Samstag

Hier kommt der zweite Teil meines Berichts von der Leipziger Buchmesse 2018. Meine Erlebnisse am Freitag könnt ihr HIER nachlesen.

Und weiter geht es:

Zu unserer Freude waren wir am nächsten Morgen weder erfroren noch erstickt. Es war nur ordentlich kalt in unserer kleinen Hütte.

Nichtsdestotrotz machten wir uns voller Vorfreude auf den Weg zum Messegelände. Das allerdings gestaltete sich schwieriger als gedacht. Viele Straßen waren unter den Schneeverwehungen kaum noch zu erkennen und selbst auf der Autobahn türmte sich der Schnee.

Trotzdem hatten wir Glück, mit dem Auto unterwegs zu sein. Denn schon auf der Hinfahrt erreichten mich zahlreiche enttäuschte Nachrichten. Viele Züge waren auf dem Weg nach Leipzig bereits wieder umgekehrt – der Leipziger Hauptbahnhof war gesperrt.

In der langen Warteschlagen zu den Parkplätzen traf ich sogar noch mein Lieblings-Anime-Brüder-Paar Edward und Alphonse Elric.

Edward Elric
Und das große graue Ding hier ist Alphonse Elric.

Endlich auf dem Messegelände stellen wir fest, dass es für den besucherstärksten Tag erstaunlich leer war. Der Schnee forderte offenbar seinen Tribut.

Heute trennten sich die Wege von mir und meiner lieben Messebegleitung. Ich hatte vor, zu einigen Veranstaltungen der Autoren@Leipzig Reihe zu gehen und mich mit Kollegen zu treffen. Für meine Messebegleitung waren eher die zahlreichen politischen Vorträge interessant.

Als erstes besuchte ich wieder den Stand des Verlagshauses el Gato.

Dort traf ich gleich zwei super nette Leserinnen, die ihre Ausgabe von ‚Nummer 365 – Die Lichtbringer“ von mir signieren lassen wollten. Das war so toll! Auch Lichtbringer Ausweise wurden schon fleißig abgeholt.

Ich hatte noch ein bisschen Zeit bist zu meinem ersten Termin und schaute bei der Fantasy-Leseinsel vorbei, um mich mit der Lokalität, an der ich am Sonntag lesen sollte, vertraut zu machen. Dann entdeckte ich die Phantastik-Messebuchhandlung.

Ich gebe zu, bei meinen zwei vorherigen Besuchen der Messe hatte ich noch nie einen Fuß in eine der Buchhandlungen gesetzte.

Warum, wenn man die Bücher auch direkt bei den Verlagen kaufen konnte?

Aber diesmal war ich neugierig: Würde ich vielleicht ‚Nummer 365 – Die Lichtbringer‘ dort finden?

Ohne viel Hoffnung betrat ich den Laden. Ich wusste, dass die Verlage jeweils nur eine begrenzte Buchanzahl zur den Messebuchhandlungen schicken durften. Ich erwartete also nicht wirklich, meinen Roman zu finden.

Doch da war er!

Nicht nur im Regal, sondern auch auf einem der Tische lang er aus. Mein Roman!

‚Nummer 365 – Die Lichtbringer‘ in der Messebuchhandlung -> stolze Autorin.
Und sogar zusätzlich noch auf einem der Tische!

 

Während ich völlig überwältigt Bilder von diesem glücklichen Ereignis schoss, hört ich ein Gespräch neben mir:

„Da geht es um so einen Jungen. Der tötet seinen Onkel und wird dann zum Soldaten ausgebildet. Kling gut. Ich glaube, dass nehme ich mit.“

Ungläubig drehte ich mich um. Da hielt tatsächlich jemand ‚Nummer 365 – Die Lichtbringer‘ in den Händen!

Räusper.

„Ähm… Ich habe das Buch zufällig geschrieben. Wenn du dich wirklich dafür entscheidest, kann ich es dir gleich signieren. Also … wenn du möchtest.“

Wir waren beide voll happy.

Meine Zufallsbekanntschaft findet ihr übrigends als livingandbreathingwords auf Instagram.

Noch immer strahlend machte ich mich auf den langen Weg von Halle 2 zu Halle 5.

Damit ihr euch die Ausmaße des Messegeländes ein bisschen besser vorstellen könnt, hier mal der Hallenplan. Quelle: http://www.leipziger-buchmesse.de

Dort hatte ich mich mit meiner künftigen Verlagskollegin Anja Buchmann verabredet. Leider war Anja auch dem Schnee zum Opfer gefallen. Sie konnte nicht kommen und ich machte mich wieder auf den Weg zurück in Halle 2.

Auf dem Weg dorthin habe ich meine diesjährige Lieblings Cosplayerin an der Schlange eines Pommes-Stands gesehen.

Hier ein schnelles Bild beim Vorbeihuschen:

Zurück in Halle 5 traf ich mich mit Cornelia Kiener, einer lieben Autorenkollegin, die ich vom offenen Autorenstammtisch und der Leserei mit Geige aus München kenne. Wir hatten nur ein paar Minuten, aber zur Abwechslung dachte ich mal daran, ein Foto von unserem Treffen zu machen.

 

Cornelia Kiener und ich. Der hübsche Hintergrund ist übrigens die Burgwand der Phastastik-Messebuchhandlung. Ja, ihr lest richtig. die Buchhandlung hat die Form einer Burg!

Nachdem ich es den ganzen Tag nicht geschafft hatte, auch nur einen Vortrag von Autoren@Leipzig zu hören, wollte ich zumindest noch eine ‚Autoren-Weiterbildung‘ besuchen.

Zum Glück habe ich mich für den Workshop ‚Wie begeistere ich meine Zuhörer bei Lesungen?‘ von der großartigen Vera Nentwich entschieden.

Ich habe noch nie eine so interessante, lehrreichen und unterhaltsamen Veranstaltung der Fortbildungs-Reihe auf der Messe besucht!

Zum einem hat Vera mich darin bestätigt, wie ich meine Lesungen vorbereite und halte, zum anderem habe ich aber auch noch viele nützliche Kleinigkeiten dazugelernt.

Einen Punkt habe ich für meine Lesung am Sonntag sogar noch abgeändert.

Wirklich klasse und für jeden empfehlenswert! An dieser Stelle nochmal vielen Dank an Vera!

Falls ihr noch nicht in meine Lesung hineingehört habt, könnt ihr es übrigens HIER. Dann könnt ihr euch selbst davon überzeugen, ob der Workshop sich gelohnt hat.

Ich drufte am nächsten Tag sogar noch ein Bild mit Vera zusammen machen.

 

Nach dem Workshop lerne ich noch die angehende Selfpublisher Melanie Naumann kennen. Ihr müsst unbedingt mal bei ihrer Seite vorbeischauen. Die ist super klasse. Melanie programmiert sie selbst. (Neid!)

Der krönende Abschluss des Tages war das große Verlagsessen (nein wir haben keine Verlage gegessen 😉 sondern leckere Burger).

Hier hatte ich ausführlich Zeit mich mit meinen beiden Schweizer Kolleginnen Lucie Müller und Bettina Bellmont zu unterhalten. Ein toller Abend!

Der Rückweg zu unserem Bretterverschlag war fast noch rutschiger als am Vortag. Aber dank der Fahrkünste meiner Messebegleitung kamen wie beide sicher an.

Da es in dieser Nacht nochmal 5 Grad kälter war, riskierten wir es diesmal doch mit dem Ofen.

Mein letzter Satz des Tages: „Ich glaube, die Hütte weht weg!“ bewahrheitet sich zum Glück nicht.

Deshalb kann ich euch im nächsten Beitrag von meiner Lesung am Sonntag berichten.

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