Im Königreich der Spiele

Ich packe meinen Rucksack und nehme mit:

Proviant, um über den Tag zu kommen.
Zwei zusätzliche Jutebeutel für Einkäufe.
Bequeme Schuhe.
Ersatzsocken für den Fall, dass bequeme Schuhe alleine nicht reichen, um die beanspruchten Füße zu beschwichtigen.
Geldbeutel, gefüllt mit meinem Tagesbudget.
Visitenkarten zum Auslegen.
Kamera, um die besten Momente festzuhalten.
Viel Zeit.
Lust auf viele Stunden Spielspaß.

 

Na? Habt ihr erraten, wo ich mit diesem Gepäck hin wollte? Klar! Zur 25. Münchner Spielwiesn!

 

So gut vorbereitet erreichte ich also mit einigen Freunden am Samstag das Messegelände. Vom Samhain-Verlag, bei dem mein Jack the Ripper-Krimidinner ‚Der Herbst des Schreckens‘ verlegt wird, bekam ich mein blaues Aussteller-Eintrittsbändchen. Dann konnte es endlich losgehen. Voller Vorfreude betrat ich die Messehalle.

Für diejenigen, die noch nie auf der Spielwiesn waren, hier ein paar Eindrücke, um sich das Ganze besser vorstellen zu können: Eine riesige Halle. Von überall leuchten einem die bunten Logos der Aussteller entgegen. Wo man hinsieht, stapeln sich Kartons mit Aufschriften wie „Codename“ „T.I.M.E Stories“ oder „Dominion“. Dazwischen Hunderte von Tischen voller Spielbretter, Figuren und Karten an denen Besuchergruppen in ihre ausgeliehenen Spiele vertieft sind. Kurz: Das reinste Paradies für Spielefans!

Auf dem Weg zu meiner ersten Station, dem Stand des Samhain-Verlages, verschaffte ich mir einen ersten Überblick über das diesjährige Angebot. Zwischen viele bekannten Namen, sah ich vielversprechende Neuheiten und unbekannte neue Stände, die es zu erkunden galt.
Ich warf schon mal einen ersten Blick über den Flohmarkt, auf dem man gebrauchte Spiele zu einem guten Preis beziehen konnte.

Während meine Freunde dafür sorgten, die letzten versprengen Gruppenmitglieder zu finden, setzte ich mich kurz ab, um meinen Verlag zu besuchen.
Ich wurde begeistert begrüßt und trotz des großen Andrangs am Stand gelang es uns, ein paar Minuten miteinander zu reden. Natürlich war vor allem mein Krimidinner Thema. Wir tauschten uns über Neuigkeiten aus und schwelgten gemeinsam in Plänen für die Zukunft.
Dann platzierte ich noch meine Visitenkarten am Stand, bevor ich mich erst einmal wieder verabschiedete.
Allerdings nicht ohne eine Aufgabe vom Spiel Deer Lord! mitzunehmen, die am Samhain-Stand verteilt wurden. Die gezogene Aufgabe sollte ich während der Messe erfüllen, um mir eine Belohnung zu verdienen.

 

2016-11-05-22-03-37
Ich zusammen mit Roger Krykon vom Samhain Verlag

 

Nachdem ich mich meiner Gruppe wieder angeschlossen hatte, schlenderten wir erst mal über die Messe. Interessante Spiele wurden beim Rundgang gleich für später geplante Testspielrunden vorgemerkt und schon nach kurzer Zeit hatten wir eine ganze Menge zusammen.

Nach etwa zwei Stunden auf der Messe versuchten wir das erste Mal unser Glück beim Spieleverleih, dem Herzstück der Messe. Wie meistens war auch diesmal der Andrang so groß, dass wir beim ersten Anlauf nicht das Spiel ausleihen konnten, das wir ursprünglich wollten. Das ist jedoch nie wirklich schlimm, da einen die Spieleberater beim Verleih gut beraten und passende Ersatzspiele vorschlagen.
So kamen wir ganz unverhofft zu einem lustigen Spiel mit dem Namen Pronto. Ein nettes Wortfindungsspiel, mit dem wir viel Spaß hatten.

Während des Spiels gelang es mir auch noch meine Aufgabe vom „Deer Lord!“ Spiel zu erfüllen. Denn ich sollte mich mit einem Cosplayer zusammen fotografieren. Als zufällig das Spielwiesn-Maskottchen vorbei kam, war das natürlich DIE Gelegenheit, die ich und meine Schwester gleich ergriffen. Zur Belohnung gab es später beim Samhain-Stand eine schöne „Deer Lord!“- Postkarte.

 

loewe
Meine Schwester, der Spielwiesnlöwe und ich

 

Unser zweites Spiel war Jamaika. Ein Piratenspiel, das mir in der ersten halben Stunde viel Spaß machte, sich dann aber für meinen Geschmack ein bisschen zu sehr in die Länge zog.
Inzwischen war es schon Abends, doch zum Glück war ja ‚Die lange Nacht der Spiele‘, sodass wir noch ausreichend Zeit hatte weitere Spiele zu entdecken.

Zunächst machte ich allerdings einen kleinen Abstecher zur Jubiläumswand, die zum 25. Geburtstag der Spielwiesn aufgestellt worden war.

 

happy-birthday-kleiner
Meine Glückwünsche zum 25. Jubiläum!

 

Anschließend schafften wir es endlich ein Spiel zu ergattern, das auf unserer Wunschliste stand: Dreams. Es stellte sich als sehr kreatives Spiel mit sehr liebevoll gestalteten Bildkarten heraus. Perfekt um es in meine Sammlung aufzunehmen!

Schließlich spielten wir noch Codenames, das dieses Jahr zum Spiel des Jahres gekürt wurde und überall auf der Messe präsent war. Zu Recht!
Ein witziges Teamspiel zum Mitdenken mit einem ungewöhnlichen und zugleich einfachen Spielkonzept. Gleich bei zwei meiner Freunde landete es hinterher in der Tasche und wurde mit nach Hause genommen.

Nun ging es bereits auf 23 Uhr zu und der Abend neigte sich dem Ende. Also begann ich meine Einkaufsrunde.
‚Dreams‘ hatte ich ja bereits erworben. Dazu gesellte sich die neue Dixit-Erweiterung Revelations. Ein nettes kleines Wörterspiel mit dem sympathischen Namen Bücherwurm. Und zu guter Letzt mein Flohmarktkauf ‚Ladies & Gentlemen‘, das zwar überhaupt nicht meinem üblichen Beuteschema entspricht, aber vom Libellud-Verlag ist, dem ich blind vertraue. So ein Spiel musste ich einfach adoptieren, wenn es sonst keiner tut!

 

Meine Neuerwerbungen
Meine Neuerwerbungen

 

Nach einem letzten Besuch bei Samhain ging es dann erschöpft, aber glücklich nach Hause.

 

Wart ihr dieses Jahr auch dabei?

Was habt ihr so erlebt?

Welche Spiele haben euch besonders gut gefallen und welchen habt ihr ein neues Zuhause geschenkt?

 

Eure Sabrina

 

 

 

Beitrag teilen auf:

Kommentar verfassen